Donnerstag, 04. Dezember 2025
79395 Neuenburg - 25150 Pont-de-Roide-Vermodans
Um kurz nach halb drei sind wir heute endlich losgekommen und fahren unsere erste Etappe bis nach Pont-de-Roide-Vermodans, voller Hoffnung, dass wir dort unseren Wassertank füllen können. Denn "zu Hause" sind wir einfach nicht dazu gekommen. Die Fahrt verläuft ereignislos und auch Iliana benimmt sich hervorragend während der Fahrt. Sie liegt zu unseren Füßen und ist die meiste Zeit entspannt. Wie schön! Wir hatten schon Bedenken, dass das nicht klappen könnte. Doch in dieser Hinsicht ist sie toll. Da wir schon sooo spät losfahren und es recht schnell dunkel wird, entscheiden wir uns die Autobahn zu nutzen und sind somit ca. 45 Min. schneller am Ziel, als wenn wir nur über die Landstraße fahren. Um 16.30Uhr sind wir endlich am Ziel und es dämmert schon. Von Wasser oder Strom, wie in der App beschrieben, allerdings keine Spur, denn vom 15.11. bis zum 15.03. ist Winterpause und da funktioniert weder Wasser noch Strom. Schade. Doch der Platz ist trotzdem schön, direkt am Fluss Doubs, und vor allem schön ruhig. Obwohl es nur zwei Stunden Fahrt sind, brauche ich eine kleine Stärkung zwischendurch und vernasche während der Fahrt zwei Stückchen von meinem aktuellen Lieblingsbrot. Eigentlich ist es nur ein "Kautrainer" für die F.X.Mayr-Kur - doch mittlerweile fester Bestandteil in unserem Speiseplan. Erst recht mit dem selbstgemachten Brotgewürz... Lecker!
Am Stellplatz selbst laufen wir als allererstes eine kleine Runde mit Iliana, denn sie hat so brav die zwei Stunden im Auto gelegen, dass sie sich eine Runde an der frischen Luft echt verdient hat.
Kalt ist es, doch auch schön mal wieder eine neue Gegend zu erleben. Gleich zu Anfang bewundern wir den riesigen Tisch mit den zwei Bänken. Da hätten wir genügend Platz um gemeinsam eine Familienfeier zu organisieren... *lach* Der Fluss selbst scheint auch gerade Hochwasser zu tragen und teilweise ist er über die Ufer geflossen - zumindest im "Grünbereich". Nach einer Runde frischen Luft, marschiert mein Lieblingsmensch los um im nahegelegenen Lidl noch Wasser und Gurke einzukaufen und ich fange schon mal mit den Aufräumarbeiten an. Das Bett ist nämlich auch noch nicht überzogen und viele andere Kleinigkeiten müssen noch an ihren endgültigen Stauplatz geräumt werden. Hätten wir das alles noch zu Hause machen wollen, wären wir wohl gar nicht mehr losgekommen.
Zum Abendessen improvisieren wir ein wenig mit den Resten die wir zu Hause mitgenommen haben. Es gibt spontan ein "Onepot"-Gericht, mit Reis, Hackfleisch und Paprika - leicht orientalisch gewürzt mit Kreuzkümmel, Curry und Kurkuma und dazu einen Gurkensalat. Für das Dressing nehme ich den selbstgemachten Joghurt. *yummi* Mein Lieblinsmensch liebt solche "Löffelgerichte" wie er sie gerne nennt und würde am liebsten direkt aus dem Topf essen - so auf die "Bud-Spencer-Art", doch ich bestehe auf ein bisschen Tischkultur - meistens zumindest... *zwinker*
Nach dem Essen geht's noch einmal an die frische Luft und wir können die hübsch geschmückten Straßen bewundern. Von Weitem sehen die Lichter auf der Brücke aus, als ob es große Kerzen wären. Sooo schön! Das eine Haus ganz am Ende würde mich allerdings wahnsinnig machen, wenn es vor meinem Fenster so blinken würde - doch jedem das seine...
Ach, das eine "Vogelhäuschen" ist übrigens ein Bücherschrank.
Zu guter Letzt sitzen wir noch mit Mr. Heater ein wenig beisammen, bei einer Tasse heißen Schokolade und besprechen den morgigen Tag.
Freitag, 05. Dezember 2025
25150 Pont-de-Roide-Vermodans - 25610 Arc-et-Senans - 01360 Balan
Nach einer Tasse Kaffee und einem kleinen Spaziergang geht's auch schon wieder los. Unser heutiges Ziel ist Arc-et-Senans und nach guten 100km sind wir auch schon da. Hier kann man die "Saline Royale" besuchen, doch mit Iliana leider unmöglich. Noch dazu gefällt uns der Stellplatz auch nicht besonders. Es ist sehr matschig - deshalb gibt's auch keine Fotos davon - lohnt sich nicht dafür nochmal in die Kälte zu gehen. Wir entscheiden uns hier nur zu frühstücken, Iliana raus zu lassen und weiterzufahren. Lieber kommen wir früher in Spanien an... Beim Frühstück entdecke ich, dass sogar das Wasser schon in Weihnachtsstimmung ist. *lach*
Ach ja, Wasser bekommen wir hier auch keins, denn auch hier ist schon alles in Winterpause... *seufz*
In verschiedenen Foren wird gesagt, dass wir theoretisch an jeder Tankstelle auch Wasser bekommen können. Praktisch sieht das ganz anders aus. Zum einen sehen wir nur Tanksäulen auf unserer Strecke und zum anderen werde ich in der einzigen Tankstelle die wir finden, von den drei älteren Herren, eher belächelt. Sie geben mir mehr oder weniger zu verstehen, dass ich mir ja ein paar Flaschen kaufen kann... Ja, klar, ne... Ich füll mal eben meinen ca. 80-100Liter-Wassertank mit 1,5-Liter-Flaschen auf. Guter Witz! Dann eben nicht! Einen schönen Tag noch...
Wir fahren weiter und stoßen in 39190 Beaufort-Orbagna auf "Air Camping Car". Hier steht das Wasser ganzjähjrig zur Verfügung, genauso wie auch Strom, WLAN und Müllentsorgung. Allerdings kostet es auch Geld, bzw. man "darf" sich eine Kundenkarte anfertigen lassen für 5,00€ und diese dann mit mind. 10,00€ aufladen. Ob und wieviel wir für den 20 minütigen Aufenthalt und Wassertank füllen bezahlen, weiß ich noch gar nicht. Doch jetzt haben wir auf jeden Fall eine neue blaue Karte in unserer Kartensammlung in der Trude. Und sicher ist, dass wir hier dann immer Wasser bekommen. Ein Problem zumindest gelöst.
Entspannt fahren wir weiter und kommen gegen 15.00Uhr am Stellplatz in Balan an. Wir entscheiden uns für den unteren Parkplatz, da hier irgendwie mehr Platz ist und nicht so viele Autos stehen. Schnell einen Kaffee und ein paar Waffeln aus der Vorratskammer geplündert und los geht's auf den Mini-Einkauf-Spaziergang, da Iliana ja noch nicht sooo weit laufen kann mit ihren 16 Wochen.
Im Tante-Emma-Laden oder sollte ich lieber im Onkel-Otto-Laden - übrigens einem sehr jungen und gut aussehenden Onkel-Otto - *lach* - kaufe ich uns ein paar Tomaten, Mandarinen uns Salat ein. Für Iliana noch eine Banane und 1 Liter Milch für unseren täglichen Kefir. Denn ja, ich habe meine Kefirknolle dabei und auch meinen Scoby um frischen Kombucha herzustellen, neben meinem Joghurtmaker und jeder Menge vorbereiteter Brotbackmischungen. Mein Lieblingsmensch sagt immer, dass ich viel zu viel Zeug dabei habe, doch über das leckere Essen beschwert er sich dann nicht, im Gegenteil... *zwinker*
Kaum in der Trude angekommen, kümmert sich mein Lieblingsmensch um die neue Membranpumpe für den Wassertank, die gestern noch pünktlich gekommen ist und ich widme mich dem Reisebericht. Ich starte gerade den Laptop, als es an der Tür klopft. Ein Polizist spricht mich darauf an, dass wir hier nicht stehen können, da der Parkplatz ab 18.00Uhr für den Spendenmarathon gesperrt ist. Wir sollen bitte auf den oberen Parkplatz ausweichen. Selbstverständlich machen wir uns gleich auf den Weg, doch dieser ist ganz schön voll. Mit Mühe und den gekonnten Einparkkünsten meines Lieblingsmenschen quetscht er sich in eine Parklücke rein. Ich wäre da niemals reingekommen. Auch noch seitlich... Never ever... Doch er macht das mit Links. So stehen wir jetzt hier am neuen Platz, ich schreibe endlich meinen Reisebericht von gestern und heute, und meine zwei Schätze machen ein wenig Augenpflege... *lach* Eine kleine Siesta vor dem Abendessen... Na hoffentlich können sie heute Nacht schlafen. Wobei die letzte Nacht ja auch nicht besonders erholsam verlief, da Iliana drei Mal raus musste... *seufz* Vielleicht immernoch von den Nachwirkungen der Impfung vom Dienstag?! Hoffe es legt sich ganz schnell, denn zu Hause mussten wir nur noch maximal zwei Mal pro Nacht raus.
Vor dem Essen geht's nochmal eine kleine Runde spazieren. Auch bei Nacht sieht es hier wunderschön aus mit den vielen Lichtern. Und die eine oder andere Inspiration für mein Zentangle® habe ich auch gefunden.
Zum Essen gibt's heute Rumpsteak mit Salat. Den Salat aus Frankreich, das Rumpsteak noch von zu Hause, denn dort haben wir uns bei unserem Milchbauern, der von Oktober bis April einmal im Monat schlachtet, ein großes Fleischpaket bestellt. Das Bio-Fleisch ist sooo lecker! Wir merken auf jeden Fall einen Unterschied zu herkömmlichen Fleisch. Danach steht nur noch der Abwasch auf dem Programm, ein bisschen quatschen und ab ins Bett...
Samstag, 06. Dezember 2025
01360 Balan - 07100 Roiffieux - 26200 Montélimar - 07400 Le Teil
Heute Morgen fahren wir gleich nochmal an den gestrigen unteren Parkplatz, denn immer bevor wir losfahren, entsorgen wir alles und leeren unsere Trenntoilette. Doch heute dauert alles ungewöhnlich lange und wir kommen erst recht spät los.
Unser erstes Ziel ist Roiffieux, hier möchten wir frühstücken. Die Fahrt verläuft zum Teil über die Autobahn und zum Teil über Landstraßen, was ja ganz okay ist. In Serrières fahren wir über eine blaue Stahlbrücke und finden das Örtchen ganz bezaubernd. Hier sieht es fast aus wie an der Mosel. Wunderschön. Von hier aus verändert sich auch die Landschaft und wir kommen immer mehr ins "Mittelalter". Überall Häuser und Mauern aus Steinen, in der Tat so wie in den Filmen. Das steigert sich immer mehr, bis uns dann das Navi direkt nach Annonay mitten durch das Dorf schickt. In Straßen hineien, in denen die Trude kaum durchpasst. Es gibt so einige Passagen in denen ich echt angespannt bin und dann parken auch noch Autos an den Seiten. Mitunter haben wir links und rechts vielleicht noch 10cm Platz um durchzukommen. Und selbstverständlich geht es auch Berg hoch und Berg runter mit ganz engen Kurven - und manchmal auch Gegenverkehr. Teilweise ist es so eng, dass ich sogar zu Fuß Platzangst bekommen würde. Was bin ich froh, dass mein Lieblingsmensch fährt. Ich hätte vor lauter Panik erstmal wieder einen Heulanfall bekommen. Ich bin so angespannt, dass nicht einmal Blut spritzen würde, wenn man mich piekst! Unser Navi stellt uns aber auch immer wieder vor Herausforderungen. Man sagt zwar, dass man an seinen Herausforderungen wächst, aber das muss ich nicht wirklich haben. So sehr will ich gar nicht wachsen - geht meistens ja doch nur in die Breite... *lach* Es gibt bestimmt noch bessere Straßen für WoMo's - nur warum findet sie unser Navi nicht?! Hast Du vielleicht den ultimativen Navi-Tipp?!
Nachdem wir Annonay hinter uns haben sind es nur noch ein paar Kilometer und wir sind da. Hier wird jetzt erst einmal gefrühstückt und versucht die Anspannung wieder abzubauen. Das ist ja kein Zustand. Mir tut alles weh! Als kleinen Trost baue ich unseren "Mini-Raclette-Grill" auf... *lach* Ja, essen macht glücklich! *zwinker* Uns somit gibt's auch hinterher ein Croissant und ein halbes Pain-au-chocolat für jeden... *yummi*
Danach geht unsere Fahrt weiter bis Montélimar, in der Hoffnung, dass uns bessere Straßen erwarten. Doch weit gefehlt... Bei uns in Deuschland würden diese Straßen als Feld- oder Waldwege durchgehen. Und so fahren wir dann zum Teil auf "fast" einspurigen Straßen bergauf und bergab, selbstverständlich mit regelmäßigem Gegenverkehr, so dass immer einer stehen muss und natürlich direkt auf meiner Seite ein steiler Abhang. Na super! Ich mache mir fast in die Hosen!! Der Ausblick ist einfach unbeschreiblich, doch wie immer ist unser Wunsch, nur schnell wieder runter zu kommen, und somit fehlt jedes Foto davon. Diese Bilder sind nur in unserem Kopf gespeichert...
An verschiedenen Straßenecken bekommt man schon spanische Orangen angeboten für 17,00€ pro 10 Kilogramm. Die dürfen bei uns noch warten, bis wir tatsächlich in Spanien sind.
Kurz vor dem Ziel gehen wir noch tanken und einkaufen. Für 1,569€/Liter Benzin tanken wir heute hier sogar günstiger als letzte Woche in Deutschland. Wahnsinn! Sonst haben wir immer darauf geachtet, dass wir hoffentlich in Frankreich nicht oder nur ganz wenig tanken müssen, weil es hier so teuer ist. Doch mittlerweile sind wir in Deutschland ja genauso teuer oder sogar teurer. Zum Abendessen wünscht sich mein Lieblingsmensch Spaghetti mit Meeresfrüchten. Mal schauen, was sich machen lässt... Frische Meeresfrüchte bekomme ich keine, daher werden es 500gr. TK-Ware.
In Montélimar fahren wir auf den Stellplatz und haben sogleich ein ungutes Gefühl im Bauch. Ganz alte Wohnmobile und Wohnwagen stehen hier rum und die Gestalten sehen auch nicht besser aus. Hier möchten wir nicht bleiben. Kurz darauf sehen wir auch Rauch aus einem Hochhaus-Balkon aufsteigen und keine zwei Minuten später brennt es schon lichterloh. Wie unheimlich. Nur weg hier. Fünf Minuten später kommt uns auch schon die Feuerwehr entgegen. Auch das möchten wir nicht wirklich hautnah erleben.
Doch bevor wir Montélimar verlassen, fährt mein Lieblingsmensch das "Palais des Bonbons du Nougat et des Souvenirs" an. Hier bleibt er mit Iliana in der Trude und ich besuche das Museum und den Shop. Hier nur ein kleiner Auszug der vielen, vielen Fotos... *zwinker* Viele, viele Süßigkeiten und noch mehr "altes" Spielzeug erwartet Dich hier. Der Eintritt kostet zwar 11,00€, doch das ist es wert. Im Freien gibt's auch noch einen kleinen Vogelpark und einen tollen Spielplatz. Und selbstverständlich bekommst Du hier den berühmten Montélimar-Nougat.
Das nächste mögliche Übernachtungsziel ist Le Teil in nur wenigen Kilometern Entfernung und so steuern wir dieses gleich an. So wie es scheint, war das mal ein richtig schöner Campingplatz, doch jetzt ist es nur noch ein nicht wirklich sehr gepflegter Stellplatz. Trotzallem entscheiden wir uns hier zu bleiben. Wir sind kaputt von den Strapazen des Tages und wollen nicht mehr fahren. Wir stehen hier ganz alleine, was gut ist.
Als allererstes wie immer die Gegend ein wenig erkunden, damit auch Iliana ihre Geschäfte erledigen kann.
Für mich geht's jetzt ans Kochen und Backen... Ein Dinkel-Buchweizen-Brot wandert in den Omnia - die Backmischung habe ich mir zu Hause schon gerichtet und muss hier nur noch Apfelessig und heißes Wasser hinzufügen - die Milch und der Rest Joghurt in den stromlosen Joghurtmaker, und sobald wieder Platz auf dem Herd ist, werden die besagten Spaghetti mit Meeresfrüchten im Weißweinsud zubereitet. Da ich nur einen kleinen Topf dabei haben, muss ich die Spaghettis in der Mitte halbieren, was mir in der Seele wehtut. Ich hasse kurze Spaghettis... *lach* Zum Nachtisch gibt's was von der Ausbeute vom Palais de Nougat und im Anschluss spielen wir noch die eine oder andere Runde Kniffel bei einem Gläschen Aperol.
Sonntag, 07. Dezember 2025
07400 Le Teil - 34140 Mèze
Die Nacht war heute extrem kurz, vor allem für meinen Lieblingsmensch, denn gegen 3.30Uhr hat hier ein Hahn versucht zu krähen. Der musste wohl noch seine Stimmbänder ölen, denn es hat sich fürchterlich angehört. So fürchterlich, dass Iliana Panik geschoben hat und weder selbst geschlafen hat, noch uns hat schlafen lassen. Mein Lieblingsmensch hat sich dann zu ihr gesellt, so dass sie sich wieder beruhigt hat. Nach mehreren Versuchen vom Hahn zu krähen und von uns zu schlafen, sind wir dann gegen 6.30Uhr alle auf den Beinen. Viel zu früh für mich, wie mein Körper mir auch gleich mit heftigen Schmerzen signalisiert - doch ans weiterschlafen ist nicht mehr zu denken.
Überpünktlich um 7.45Uhr sind wir auch schon "on the road". Meine ausgesuchten Ziele wie Avignon und La Grande Motte lassen wir dieses Mal links liegen und fahren direkt zu Karin und Yvan auf die Muschelfarm nach Mèze. Heute legen wir nur eine kleine Pipi-Pause ein und weiter geht's, sodass wir hoffentlich noch vor 12.00Uhr da sind. Denn dann schließen sie und öffnen erst Morgenfrüh um 10.00Uhr. Und wir wollen doch unbedingt heute Muscheln essen.
Um 11.45Uhr passieren wir in der Tat die Schranke - die übrignes neu ist - stellen uns auf unseren Wunschplatz und marschieren gleich los um uns die Muscheln zu kaufen. Allerdings kaufen wir nicht nur Muscheln, sondern auch noch leckere Teilchen von denen ich den Namen vergessen habe und eine Flasche Wein. An die Austern trauen wir uns wieder nicht... *lach*
Danach geht's eine Runde spazieren und die Gegend erkunden, obwohl wir schon sooo oft hier waren.
Und jetzt ist erst einmal Frühstück angesagt... Danach für die einen Siesta und für mich Reisebericht schreiben... *freu*
Ruck-zuck vergeht die Zeit, denn der Empfang ist hier nicht sonderlich gut und somit brauche ich eine kleine Ewigkeit bis ich alle Texte und Fotos hochladen kann.
Jetzt noch einen kleinen Spaziergang und dann geht's auch schon ans Kochen. Zuerst die Muscheln säubern und dann ab in den Topf mit lediglich ein paar Scheiben Zitrone. Normalerweise kommen noch Pfefferkörner dazu, doch da ich den Pfeffer nicht gut vertrage, lassen wir ihn weg. Wir müssen die zwei Kilo Muscheln auch auf zwei Mal kochen, denn sie passen nicht auf einmal in den Topf. Doch nur für Muscheln - und evtl. Spaghettis - einen größeren Topf zu organisieren, sehe ich auch nicht ein. Während ich mich also um das Abendessen und unseren täglichen Kefir kümmere, knackt mein Lieblingsmensch die paar Mandeln, die wir gesammel haben.
Und jetzt lassen wir es uns schmecken! *freu* Mehr als einen Salat und einen Schluck Wein brauchen wir nicht dazu. Wie heißt es so schön: "Ich koche gerne mit Wein und manchmal kommt er sogar ins Essen...!" *lach*
Sieht der Vollmond nicht toll aus! Selbst mein Lieblingsmensch genießt solche Momente und schießt dann auch das eine oder andere Foto für mich... *freu*
Zu guter Letzt ist dann wieder Spieleabend angesagt - heute mit Brändi-Dog, was sich auch zu zweit mit abgewandelten Regeln gut spielen lässt.
Montag, 08. Dezember 2025
34140 Mèze - 34200 Sete - 17176 Vall den Bas - 08569 Cantonigròs - 08569 Rupit - 08519 Folgueroles
Heute Morgen fahren wir - mal wieder - recht früh los und nutzen die Gelegenheit um mit der Trude den Étang de Thau zu umrunden und auf dem großen Parkplatz auf der Landenge zwischen Sete und Agde kurz ein paar Fotos zu schießen.
Danach geht's weiter in Richtung Spanien, vorbei am Cap d'Agde, von dem unsere Freunde zu Hause auf dem Campingplatz so schwärmen...
In Fitou bekommen wir noch ein paar Croissants und kurze Zeit später halten wir an einem Supermarkt-Parkplatz zum Frühstücken, denn es kommt einfach kein schöner Platz mehr auf dieser Strecke und wir haben Hunger. Die Croissants schmecken dieses Mal nicht ganz so gut. Sie erinnern uns an die Aufback-Produkte, die wir aus Deutschland von den Tankstellen her kennen und nicht wie gestern aus einer kleinen Bäckerei mit Backstube. Schade. Danach geht die Fahrt weiter. Den ursprünglich geplanten Stopp in Argelés-sur-Mer lassen wir sausen und passieren um 13.05Uhr die Grenze nach Spanien. Hier wird gleich in La Jonquera angehalten und in dem erstbesten Supermarkt eingekauft, denn in Spanien ist heute Feiertag... Frische Sachen bekommen wir leider keine, doch wenigstens meine Lieblingssalami und noch ein paar Kleinigkeiten.
In Spanien selbst möchten wir dieses Mal etwas Neues auf unserer Reise versuchen und uns das Inland ein wenig näher anschauen. Wir fahren also nach Vall den Bas und freuen uns schon, dass wir endlich angekommen sind. Doch der Platz entpuppt sich als Flopp. Es ist wie ein Bermuda-Dreieck zwischen großen Hauptverkehsstraßen und gerammelte voll. Wie die Ölsardinen stehen sie hier nebeneinander - absolutes Rudelkuscheln ist hier angesagt und somit nichts für uns. Nee, nee, hier bleiben wir nicht. Wir suchen weiter...
Die App schlägt uns einen schönen Platz in Cantonigròs vor, den wir gerne annehmen und sind froh, dass das Navi uns 27km geradeaus ankündigt. Doch statt geradeaus, geht es als Serpentine bergauf zum "Col de Creu" auf 1010 Meter Höhe, danach wieder runter und wieder rauf auf 1000 Meter Höhe und selbstverständlich nur als Serpentinenstraße - schlimmer als im Odenwald und dann auch noch mit der Trude... Puhh! Ganz schön anstrengend, selbst als Beifahrerin! Nur Iliana ist da schmerzfrei - sie liegt da und schläft.
Der Platz ist wirklich ruhig und wunderschön. Wir haben nur ein Problem, wir kommen nicht rein. Die Schwelle ist zu hoch. Egal von welcher Seite wir es versuchen - es geht nicht, es ist zu hoch. Zwei Mal muss sich mein Lieblingsmensch quälen und den Endtopf des Auspuffs wieder einhängen. Danach geben wir auf - das wird nichts. Also muss der nächste Stellplatz her - mittlerweile Nr. 3.
Auch Stellplatz Nr. 3 in Rupit hört sich gut an. Das Navi sagt uns an, dass wir ca. 4km wieder zurück fahren müssen und dann rechts abbiegen sollen. Doch diese vermeintliche Straße entpuppt sich als nur 3m breiter Feldweg und extrem steil. Nee, nee, nee, das lassen wir mal lieber sein. Stellplatz Nr. 4 muss her.
Um an Stellplatz Nr. 4 zu kommen müssen wir wieder in Richtung Cantonigròs fahren und ich bekomme zum dritten Mal die wunderschönen braunen Teddyfell-Kühe zu sehen. Die sehen wirklich sooo kuschelig aus. Sind komplett einfarbig und haben langes Fell. Wir fahren also wieder an Stellplatz Nr. 2 vorbei und auf der anderen Seite der Stadt, - wie sollte es anders sein - auch wieder über eine Serpentinenstraße einen Teil herunter vom Berg.
Um 16.00Uhr kommen wir dann endlich fix und foxi in Folgueroles an. Hier stehen so einige Camper und wir gesellen uns dazu. Solange es noch ein wenig Sonnenschein gibt, erkunden wir die Umgebung. Doch vorher schließen wir uns noch an den Strom an - diesen scheint es umsonst zu geben. Endlich eine gute Nachricht! *lach*
Wir treffen auf eine Dame mit Hund und zwei älteren Herren, die mir auf "catalan" mitteilen, dass wenn wir dem Pfad folgen und dann rechts laufen, auf eine Plattform mit sehr schöner Aussicht kommen. Bis wir jedoch an der Weggabelung ankommen, an der es links, rechts und geradeaus geht, habe ich schon wieder vergessen, in welche Richtung wir laufen sollen. Geradeaus schon mal nicht, denn hier geht es über sehr große und hohe "Felstreppen" runter in den nächsten Ort und ohne Wanderstöcke sollte man hier nicht runterlaufen. Wir entscheiden uns spontan links zu laufen und sind natürlich falsch. Hier geht es nach einigen hundert Metern nicht mehr weiter, denn ein großes Schild mit "Jagdgebiet" verhindert unser weiterlaufen. Also den ganzen Weg wieder zurück. Jetzt nach rechts zu laufen wird für Iliana zu viel, also kehren wir ohne Fotos der schönen Plattform wieder zurück an die Trude.
Da wir heute - wie schon erwähnt - Landstrom haben, testen wir mal unsere neue Heißluftfritteuse, für die wir uns kurzfristig sogar einen neuen Wechselrichter eingebaut haben. Es gibt Hähnchen mit einem schlichten Kartoffelsalat, den mag nämlich mein Lieblingsmensch am Liebsten, und einem gemischten Salat. Im Anschluss sind wir von dem anstrengendem Tag so k.o., dass wir bereits um 21.00Uhr im Bett liegen und längst den Entschluss gefasst haben, dass wir meine minutiöse Reiseplanung über Bord werfen und wieder an die Küste fahren. Da ist es zum einen wärmer und wir kennen uns ein wenig aus, und müssen nicht gefühlte 100km Umweg fahren um einen geeigneten Stellplatz zu finden. Vom Inland haben wir jetzt erst einmal genug. *lach*
Dienstag, 09. Dezember 2025
08519 Folgueroles - 43890 L'Hospitalet de l'Infant - 12598 Peñíscola
Auch heute ist die Nacht recht früh vorbei. Iliana ist einfach eine Frühaufsteherin und lässt auch niemanden länger schlafen... *seufz*
Gestern Abend hatten wir hier oben noch kurzfristig fast 20 Grad und heute wachen wir bei Minusgraden auf. Der Strom ist schon lagen weg, da wohl nur ein Restguthaben auf der Steckdose drauf war und das Stromkabel ist gefroren. Nein, nein, das Inland ist zu dieser Jahreszeit nichts für uns. Wir fragen uns nur, wie das die Leute im Zelt neben uns aushalten. Ich wäre schon längst erfroren. Hut ab! Ich kann das nicht!
Wir packen zusammen und fahren los, bevor ich selbst auch noch einfriere... Kaum sind wir den ersten Berg runter gefahren, landen wir auch schon in einer riesigen Nebelwand die sich bestimmt um die 30 Minuten lang hinzieht. Etwas unheimlich ist das schon...
Danach kommen wir auf die Autobahn, die wir schon von anderen Touren kennen, denn JA, heute ist nur Autobahn angesagt bis zu unserem Ziel in L'Hospitalet de l'Infant. Hier fahren wir erst noch den Mercadona an ums uns mit ein paar Lebensmitteln einzudecken, bevor wir auf den Stellplatz fahren.
Der Stellplatz ist ganz schön schräg und wir müssen die komplette rechte Seite mit Keilen unterlegen um einigermaßen gerade zu stehen. Perfekt ist aber was anderes... Dabei stellen wir fest, dass auch die Wohnmobile mit Hubstützen hier ihre Schwierigkeiten haben um gerade zu stehen. Schade, jetzt hat man schon so einen schönen Stellplatz und wird dann doch seekrank...
Nach einem ausgiebigen Frühtück mit spanischen Leckereien geht's endlich an den Strand. Iliana springt, rennt und wird das eine oder andere Mal von einer Welle erwischt. Wir haben alle unseren Spaß und nach kurzer Zeit ist sie so fertig, dass mein Lieblingsmensch sie an die Trude tragen muss, weil sie nicht mehr laufen kann oder will.
Wieder zurück am Stellplatz wird es hier immer voller und voller und immer ungemütlicher und somit entscheiden wir uns bis nach Peñíscola weiter zu fahren. Hier kennen wir ein Plätzchen direkt am Meer in einer kleinen Bucht an den Klippen und haben großes Glück, dass es noch frei ist. Auch hier laufen wir gleich ein Stückchen spazieren und schauen, was sich seit dem letzten Mal alles verändert hat.
In der kleinen Bucht möchte mein Lieblingsmensch schauen, wie kalt denn das Wasser ist und wir sogleich von einer Welle erwischt. So schnell kann er gar nicht reagieren und Socken und Schuhe sind nass. Wir gut, dass er "nur" Crocs anhat. Und da die Füße jetzt eh nass sind, versucht er, Iliana ins Wasser zu bekommen. Doch er hat keine Chance. Iliana weigert sich hartknackig und bellt ihn ganz schön an. Wie kann er nur... *lach*
Ich genieße die Mini-Bucht und finde tatsächlich den einen oder anderen vom Meer ausgewaschenen Glassplitter. Wie schön, meine neue Sammlung startet genau JETZT! Ein paar schöne Steinchen finde ich auch noch. Ich sammle gerne kleine Schätze am Strand und auch sonst bei jedem Spaziergang.
Danach gönnen wir uns ein, zwei Stückchen Kuchen. Beide sind glutenfrei und schmecken echt gut. Den Schokokuchen kenne ich schon von anderen Gelegenheiten, wie z.B. meinem Geburtstag in der Auto-Werkstatt in Frankreich vom Reisebericht im Februar 2023, doch der andere ist neu. Für "Insider": Er schmeckt fast wie "coca-boba"...
Jetzt sitze ich hier, schreibe Reisebericht und zeitgleich backt wieder ein Brot, dieses Mal ein glutenfreies Brot nach einem Rezept unseres Freundes Herbert, in der Heißluftfritteuse und das ganz ohne Landstrom, sondern mit Solar und dem neuen Wechselrichter. Mal schauen, ob das was wird, denn eigentlich brauche ich Quark für das Brot, doch im Mercadona gibt's das nicht und ich habe als Alternative "requesón" genommen. Bin echt gespannt...
Das Brot ist leider nicht ganz so gut geworden wie erhofft. Geschmacklich schmeckt es gut, doch es krümelt sehr, hat fast doppelt so lange wie sonst gebraucht und trotzdem ist es nicht richtig fest geworden. Der requesón hat sich auch nicht richtig verbunden, sondern lässt sich als kleine, feste Stücke im Brot finden. Schade. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal hier im Lidl oder so schauen, vielleicht gibt's da Quark.
Zum Abendessen genießen wir ein paar Puten-Schnitzelchen und einen gemischten Salat. Und zum Abschluss selbstverständlich wieder einen Schluck Kefir bei angenehmen Wellenrauschen - zumindest für mich... *grins*
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